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Die Kennedys: Opfer des Sippenzwangs

 
Das Schicksal des Kennedy-Clans zwischen Macht, Geld, Ruhm und Schicksalsschlägen erregt weltweite Anteilnahme. Es wird von einem Fluch gesprochen, der über dieser Familie hängt. Wie ist es möglich, dass das Flugzeugunglück des Sohnes eines Politikers, der vor über 35 Jahren einem
Attentat erlag, tagelang als erste Meldung in den Nachrichten erscheint (im Juli/August 1999)? Was machte die Erschütterung bei Millionen, die Faszination
nicht nur in den Vereinigten Staaten aus? Der Kennedy-Clan fungiert als Projektionsfläche. Er spiegelt auf der Weltbühne das, was sich in vielen Familien abspielt – von der Öffentlichkeit unbeachtet, aber nicht minder schicksalsträchtig.

 

Die bisherige Bilanz dieses Fluchs, der ständig neues Leben fordert:

Von Rose Kennedys neun Kindern starben vier eines vorzeitigen Todes.
Eine Tochter wurde einer Lobotomie unterzogen und verbringt den Rest
ihres Lebens in einem Pflegeheim. Der jüngste Sohn überlebte knapp einen Flugzeugabsturz; von den vier Kindern ihres Sohnes John F. Kennedy starb
eines als Fehlgeburt, ein weiteres nach drei Tagen, JFK jr. kürzlich im Alter
von nur 38 Jahren.
Das Christentum spricht von Erbsünde. In archaischeren Kulturen wird den
Ahnen geopfert, um sie zu beschwichtigen, damit sie die Nachkommen nicht
als Geister heimsuchen, sondern sie beschützen. Moderner würde man vom
Geist der Vorfahren sprechen, der in den Nachfahren wirkt. Von psychologischer Seite sagte C.G. Jung dazu: „Nichts wirkt seelisch stärker auf die Kinder als das ungelebte Leben der Eltern.“ (GW 15,12)

 

Pluto mythologisch:

Diese durch die Generationen weitergereichte Verhinderung zeigt sich astrolo-
gisch als die Verbindung von Pluto mit anderen Planeten sowie im Thema des 8. Hauses.

In der ältesten griechischen Mythologie war Pluto ein Gott, der aus den
Tiefen der Erde den Reichtum der Natur sprießen ließ; durch ihn floß die Vielfalt dessen, was ins Leben sollte; ebenso zeigt sich in ihm die Verhinderung dieses Fließens. Durch Pluto kommt alles aus dem Verborgenen in die Gegenwart –
oder nicht.

Der Tierkreis ist ein Entwicklungsweg: In den Fischen liegt das ganze Potential
dessen, was Leben werden soll, noch ungeschieden beisammen; alles in einem
und eines in allem. Das nächste Zeichen, Wassermann/Uranus, schöpft aus den Wassern des Meeres = der Fische. Er bringt die Polarität; mythologisch das Urelternpaar, das sich als Himmel und Erde voneinander trennt und sich
schöpferisch-zeugend begegnet.
Uranus als das Entspringen oder Herausschöpfen ist selbst noch wild, ungeformt, unberechenbar.

Darauf folgt Steinbock bzw. Kronos/Saturn, der Maß, Bestimmung und damit Schicksal setzt. Er begrenzt dieses unaufhörliche Entspringen und ermöglicht
damit, dass überhaupt etwas bestehen kann, denn sonst würde alles in
Grenzenlose gezeugt. In der Mythologie schneidet er daher seinem Vater
Uranos das Zeugungsglied ab.

Diesem abgeschnittenen Glied entstammt Aphrodite/Venus, die Aphrodite
Urania des Tierkreiszeichens Waage. Sie hieß auch Dione, die Femininform
von Zeus/Jupiter, was noch einmal bekräftigt, dass sie die Verwandlungsform
von Zeus und Hades (Jupiter und Pluto) ist.

Wassermann/Uranus ist der erste Schritt in die Einmaligkeit, die Sonderung;
in seiner Tochter Aphrodite kommt es erstmals zur Individualität.

 

Pluto und Modelle der Lebensverhinderung:

Wenn der Fluß unterbrochen ist, zeigt sich in Pluto das Modell der Verhinderung
von Ursprünglichem, es dringt nicht durch bis in die Waage.
Das Verdrängte wird endlos wiederholt, wie eine Schallplatte, die hängt.
Das selbe Spiel wird in andern Kostümen, auf einer anderen Bühne aufgeführt
und ist daher oft nicht als Wiederholung zu erkennen. Uranus als Symbol des Schöpferischen, des Auftauchens des Ursprünglichen, sprengt das Modell. Die ursprüngliche Bestimmung wird befreit. Wenn man dagegen die Identifikation
mit der Verhinderung nicht gelöst hat und sich weiterhin für das Modell hält,
geht man mit ihm unter.
Ferner wird es an die Nachfahren weitergereicht, das sie einem unbewussten Erfüllungszwang unterwirft. Das in der Sippe herrschende
Modell verlangt immer neue Opfer an Leben, Gesundheit, Freude, Glück, Erfolg etc.

Es wird meist kaschiert oder verschwiegen und wirkt vom Hintergrund her umso ungestörter. Die Lösung liegt in der Aufdeckung, also der inhaltlichen Bewusstwerdung des jeweiligen Modells.

 

Nach der notwendigen Vorrede nun zum Kennedy-Clan:

In diesem Artikel beschränke ich mich auf die Darstellung des zentralen
Aspekts der Opferung, also Neptun-Saturn bzw. Pluto-Saturn, der sich durch
die Kennedy-Sippe der bisherigen Generationen zieht, durchaus im biblischen
Sinn des „Eure Schuld komme über Euch und Eure Kinder...“, ferner auf den
damit zusammenhängenden Uranus sowie Pluto.

Das älteste, auch von der Uhrzeit her gesicherte Horoskop ist das von Rose
Kennedy. Die Geburtszeit ihrer Eltern ist mir nicht bekannt. Jedoch lässt sich
auf die Eltern schließen, da sie im Horoskop der Kinder abgebildet sind.

 

Rose Kennedys Vater:

Im Horoskop einer Frau zeigt (abgesehen von Sonne und auch Mars) das
10. Haus den Vater und die väterliche Linie, in ihrem Fall also Saturn mit seinen Aspekten.

Der Neptun von Rose Kennedys Vater steht auf 2°05 Widder, sein Saturn
auf 4°51 R Waage, es handelt sich also um eine applikative Opposition von
Neptun und Saturn. Ihr Vater kompensierte diesen Aspekt durch Macht
(Saturn Quadrat Pluto im Horoskop der Tochter), gab ihn ungelöst an sie
weiter und indirekt an seine Enkel.

 

Exkurs zu Neptun-Saturn:

Neptun, Uranus und Saturn bilden eine Einheit. Die Konstellation von Neptun-
Saturn besagt, dass auf dem Weg vom angelegten Potential (Neptun) zu Bestimmung/Schicksal (Saturn) der Uranus, d.h. die Weise, wie das Potential
zum Ursprung kommt, in der Regel nicht „gegeben“, sonder familiär verhindert
ist. Das Kind übernimmt die Belastung aus der Familie und wird als Sündenbock geopfert. Käme es zu seinem ursprünglich in ihm Angelegten, würde es als Opfer entfallen, was nicht im Sinne der Familie läge. Dem 4. Quadranten entsprechend laufen diese Vorgänge unbewußt ab, jenseits des bewussten „guten Willens“.

Den Ursprung bekommt man bei „verspannt“ miteinander verbundenen Neptun
und Saturn also nicht geschenkt, sondern man muß sich bewusst um ihn
bemühen,, sonst wird man zum Opfer und neigt dazu, andere zum Opfer zu
machen, insbesondere wenn gleichzeitig Saturn-Pluto gegeben ist wie bei Rose Kennedy. Die Lösung liegt dort, wo Uranus im Horoskop steht, unter Berücksichtigung von Häuserherkunft, Aspekten usw.

Wenn Uranus aktiviert ist, hat man die Chance, zum Ursprung seiner Bestimmung
zu gelangen, was meist nur über einen notwendigen Bankrott (Neptun-Saturn)
des bisherigen Lebens möglich ist. Uranus aktiviert die Konstellation von Neptun
 und Saturn. Ebenso löst die Aktivierung von Neptun-Saturn den Uranus aus.

 

Rose Kennedys Mutter:

Roses Mutter ist in Roses Horoskop durch das I.C. von 4° Krebs charakterisiert,
der den Inhalt einer Mond-Neptun Konstellation aufweist: Sie lebte nicht ihre
Identität, sondern übernahm die Mutterrolle und ging in ihr auf, allerdings
unglücklich. Mit dem Mond im 7. Haus wäre sie auf die Öffentlichkeit hin disponiert gewesen. Lebt man nicht seiner Anlage gemäß, so wird sie destruktiv: nach
innen gewendet als Vergrämung oder Depression, nach außen als Bösartigkeit.

„Roses Mutter war eine blasse, stets klagende Gestalt, die kaum Anteil am gesellschaftlichen Leben ihres erfolgreichen und lebenslustigen Mannes John Fitzgerald nahm, sondern zu Hause bei den sechs Kindern blieb. Rose aber
wollte alles anders machen...“

Rose Kennedy selbst übernahm sowohl den Machtaspekt ihres Vaters als auch
die Unterwerfung ihre Mutter.
 

  rose_ken

 

Rose Kennedy:

In ihrem Horoskop fällt sofort die starke plutonische Anlage auf, die auf familiär weitergereichte Belastungen hinweist: Mars als Herr des Aszendenten steht im
8. Haus, beherrscht vom Skorpion; ferner sind sieben Planeten mit Pluto v
erbunden.

 

Rose_Kennedy_jung



Ihr Horoskop kurz zusammengefasst:
Ihre Begabung und ihr Auftrag wären gewesen, Hintergründe, Machtstrukturen
und Verhinderungen aufzudecken, diese für die Öffentlichkeit analytisch-sprachlich
zu vermitteln und in ihrer Gesellschaft damit Werte und Normen zu revolutionieren. Also ein Leben in und für die Öffentlichkeit, das sie als junges Mädchen an der Seite ihres geliebten Vaters auch lebte (abgesehen davon, dass es um Macht und Manipulation ging und keineswegs um Wahrheiten). Hätte sie - wie ihr versprochen – am Wellesley College studieren dürfen, wäre sie wohl eine Machtpolitikerin im Sinne von women´s liberation geworden.

„Gegen den ausdrücklichen Wunsch der katholischen Kirche schickte Fitzgerald
seine Töchter auf eine öffentliche Schule. Rose sollte danach das Wellesley
College besuchen, die erste Hochschule, die Frauen eine den Männern gleich-
wertige Ausbildung ermöglichte, ein Zentrum der Frauenbewegung Amerikas
um die Jahrhundertwende.“

Unter Druck gesetzt, steckte ihr Vater sie jedoch in eine holländische Klosterschule, was sie ihm ihr Leben lang nicht verzieh. „So wurde die Zukunft der Tochter auf dem Altar der politischen Opportunität geopfert.“

Als gemäß Uranus-Pluto ihre ursprüngliche Anlage dergestalt verhindert
wurde, stieg sie entgegen ihrer Absicht ins Modell ihrer Mutter ein und ahmte deren Leben nach, gebar neun Kinder und zog diese generalstabsmäßig (8. Haus) auf.

Auch wenn sie ihren Mann als „Architekten der Familie“ bezeichnete, so wurden ihre Pluto-Aspekte und der Herr des Aszendenten im 8. Haus zum Übergriff auf das Leben anderer, nämlich das ihrer Familie, die sie
vom Hintergrund aus steuerte.

Uranus im 8. Haus zeigt deutlich die Erneuerung in und für die Öffentlichkeit, verstärkt durch Wassermann von Haus 12 zu 11. Lebt sie diesen Ursprung nicht,
so wirkt Neptun-Saturn als qualitative Opferung ihres Lebens. Die Pluto-Anlagen pervertieren:

Über Pluto-Uranus kommt es zu Enttäuschung und Männerhaß, Pluto-Neptun
zu religiösem Wahn und Scheinheiligkeit, Pluto-Saturn zur Verhinderung von Schicksalen usw.

Rose ihrerseits gab ihren Neptun-Saturn resp. Pluto-Saturn u.a. an ihre
vier Söhne weiter (an Joe und John als Konjunktion, an Robert als Quadrat,
Edwards Saturn und Neptun sind über Aspekte zur Sonne verbunden). Alle
opferten ihr Leben im Erfüllungszwang der weitergereichten Machtinteressen.
Ihr vierter Sohn, Edward, stürzte mit einem Privatflugzeug ab und entging
knapp dem Tod: symbolischerweise brach er sich das Rückgrat, auch wurde die Lunge durchbohrt.

Im Mai 1948 starb ihre Tochter Kathleen beim Absturz eines Privatflugzeugs
in Südfrankreich.

Uranus als Fliegen zeigt sich hier als missverstandener, da nicht inhaltlicher Befreiungsversuch. Uranus ist das Symbol der Befreiung, des Vogels. Ebenso
wie Pluto ist er in den Horoskopen dieser Opfer und ihrer Todeszeitpunkte
dominant angelegt. Der misslungene Versuch, sich inhaltlich von dem Modell
zu befreien, zeigt sich symbolisch im Absturz ihrer Flugzeuge; ebenso sind
die Kugeln, die das Leben der beiden Brüder aufheben, Entsprechungen.

 



Joseph Kennedy jr., Roses ältester Sohn:

 


Joseph Kennedy jr


Joes Horoskop weist am MC eine Konjunktion von Pluto und Saturn auf:
die Verhinderung (Pluto) des eigenen Schicksals (Saturn). Dieser Aspekt
stammt aus der mütterlichen Linie und ist eine Verhärtung von Neptun-Saturn:
Ein oder mehrere Vorfahren, wie z.B. bei Joe die Mutter und deren Vater, haben
einen nicht gelösten Neptun-Saturn, in der folgenden Generation tritt dieser als Saturn-Pluto auf, der einen noch festeren Zugriff bedeutet, die Identifikation verschärft.

 

  
joe_jr_ken
 

Joe jr. war bereits von Geburt an dazu ausersehen, sein Schicksal den Machtansprüchen seiner Vorfahren zu opfern. Sein Großvater mütterlicherseits,
der ehemalige Bürgermeister von Boston und Kongreßabgeordnete von Massachusetts, informierte darüber unmittelbar nach Joe´s Geburt die Presse:
„Nun, natürlich wird er Präsident der Vereinigten Staaten; seine Eltern haben
bereits beschlossen, dass er in Harvard studieren wird, wo er in den Football-
und Baseballmannschaften spielen und es zu akademischen Ehren bringen wird.
Dann wird er ein Industriekapitän, bis es Zeit für ihn ist, für zwei oder drei Amtsperioden Präsident zu werden. Weiteres ist noch nicht entschieden. Auf
dem Weg zum Präsidentensessel mag er für eine Weile als Bürgermeister von
Boston und Gouverneur von Massachusetts wirken.“

Diese Voraussage bzw. Verpflichtung erfüllte sich in ihren Anfangsstadien: Er studierte in Harvard und brachte es zu sportlichen und akademischen Ehren.

 

Den weiteren vorgeplanten Weg verhinderte ein schicksalsträchtiges Ereignis:
 

  

Unterg.Schnellb._JFK1
 

Während Joe jr. sich im 2. Weltkrieg zur US-Luftwaffe gemeldet hatte,
diente sein jüngerer Bruder John F. Kennedy 1943 als Torpedoboot-Kommandant
im Südwest-Pazifik. Am 2.8.1943 wurde sein Schiff nachts von einem japanischen Kriegsschiff, das Uranus-mäßig unerwartet aus dem Dunkel auftauchte,
„überfahren“ und in zwei Teile gespalten. Dies geschah, als sich in seinem
Horoskop die Konjunktion von Neptun und Saturn auslöste, der Untergang.
Die Konstellation hatte den Uranus aktiviert. Zusätzlich stand Uranus am Aszendenten des Unglückshoroskops sowie als Transit auf JFK´s Radixsonne.

 

JFK´s Vater stilisierte seinen Sohn nach diesem Unfall mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zum Kriegshelden, um den Ruf seines Clans in der Öffentlichkeit und damit die Chancen für die Präsidentschaft seines ältesten Sohnes zu stärken.

Mehr oder weniger unbeabsichtigt setzte Joe sr. damit seine beiden Ältesten in Konkurrenz zueinander und leitete so die Voraussetzung für den Tod seines
ältesten Sohnes Joe jr. ein:

 

Joe jr.´s Opfertod:

Als Joe jr. sich durch JFKs plötzlichen Ruhm als Kriegsheld ins Hintertreffen
geraten sah, meldete er sich erneut zum Kriegseinsatz nach England. Dort ergriff
er die erste Gelegenheit, um den Ruhm seines Bruders John zu übertrumpfen. Er bewarb sich um ein Himmelfahrtskommando:

Ein Flugzeug wurde mit 10 Tonnen TNT vollgestopft. Nachdem der Kurs des Flugzeugs auf feindliche deutsche Raketenstellungen eingestellt war, sollten
die beiden Piloten die Automatik einschalten und dann abspringen. Die Chance,
dass das Flugzeug dabei explodieren würde, war 50/50. So sprengte sich Joe
am 12.8.1944 mit einer gewaltigen Detonation über Südengland selbst in die
Luft – statt lediglich die Kompensation.

 

Diese Befreiungschance aktivierte sich, als sich Uranus im Rhythmus von 7 Jahren pro Haus gegen den Uhrzeigersinn kurz nach seinem 29. Geburtstag auslöste; Uranus aktivierte den Neptun-Saturn, den Pluto-Saturn zur Grundlage hat. Joe opferte seine Bestimmung und gleichzeitig sein Leben – gemäß seinem Uranus
im 5. Haus.

 

 

Das Horoskop der Explosion:

Im 1. Haus eingeschlossen steht Steinbock, dessen Saturn ein Quadrat zu
Neptun aufweist, also die Opferung als Thema, die den Uranus aktiviert.
Ferner auch hier wieder eine äußerst starke Betonung des 8. Hauses und
Plutos. Je erstickender die Überlagerung durch Pluto, desto stärker die
Notwendigkeit zur Befreiung, die sich im Uranus zeigt.

 

 
Joe jr Explosion
 

Da in Joe jr.´s Radix, das die Grundlage darstellt, gerade der Uranus aktiviert
war, ist es naheliegend, den Uranus im Todeshoroskop anzuschauen: Er kommt
aus dem 2. Haus – Aufhebung des Organismus - und steht in Konjunktion mit
dem Mond, d.h. es ging um die seelische Befreiung von der mütterlichen Überlagerung, die unglücklicherweise als Missverständnis mit dem eigenen Tod vollzogen wurde.

 

 

Mit Joe jr.´s Tod ging der Sog zur Opferung an seinen Bruder JFK über.


 
John_F._Kennedy

 


In John F. Kennedys Horoskop steht die Konjunktion von Neptun und
Saturn ebenfalls im 10. Haus, erneut ist die Herkunft aus der mütterlichen Linie angezeigt: die Opferung der eigenen Bestimmung. In Roses Horoskop ist er
ihre Sonne rechts über Spiegelpunkt Saturn Quadrat Neptun, die Opferung des Lebens.

 

  
John_F._Kennedy
 

Zur selben Zeit, als sein Bruder starb, wurde wie bei diesem im links-läufigem Rhythmus der Uranus direkt angetroffen und damit Neptun-Saturn aktiviert. Zusätzlich ist Saturn mit der Konjunktion zu Neptun der Herr der Phase von
21 – 28 Jahren; d.h. zu dieser Zeit bestand für ihn das Angebot bzw. die
Verführung, seine Bestimmung zu opfern. Da ein kompensierter Uranus im
4. Haus das Leben aufhebt, war es für ihn lebensgefährlich, seiner Bestimmung
nicht zu folgen.

 

Seinem Horoskop gemäß war JFK Schriftsteller, und er wollte es auch bleiben.
Das bestätigt sein erstes Buch „Why England Slept“, das am 1.8.40 erschien,
als er 23 Jahre alt war und sich der Mond als Herr des MC (und zu dieser Zeit Phasenherr), also seiner Bestimmung resp. Berufung auslöste. Dieses Erstlingswerk erhielt immerhin den Pulitzer-Preis, wenn auch mit kräftigem Nachschieben seines Vaters. JFK veröffentlichte neun Bücher, nicht gerechnet seine journalistischen Arbeiten und die grundsätzlich von ihm selbst verfassten Reden.

Dies belegt u.a. ein Interview mit der Zeitschrift „McCall´s“ (Ausgabe August
1957). JFK teilte dem Reporter folgendes mit: „... und wenn er (Johns Bruder Joe) gelebt hätte, so wäre ich weiterhin Schriftsteller geblieben“.

Der Grund dafür, trotzdem Berufpolitiker zu werden, lag nicht in finanzieller Abhängigkeit, denn er hatte von seinem Vater (wie jedes der Kinder in diesem
Alter) bereits zum 21. Geburtstag 1 Mio. Dollar geschenkt bekommen. Der Vater: damit sie mir „ins Gesicht spucken können“.

Der Sog der Sippe war jedoch so stark, dass für JFK keine ernsthaften Zweifel aufkamen, sich zu widersetzen. Einem Freund sagte er einige Wochen nach dem
Tod des Bruders: „Gott! Da läuft der Alte! Er ist schon dabei, den nächsten Schritt zu planen. Ich bin´s jetzt, weißt Du. Ich bin dran. Jetzt kommt mein Auftritt.“

 

Die Opferung seines Lebens vollzog sich am 22.11.1963 in Dallas. Auch hier findet sich wieder das Quadrat von Neptun und Saturn. Aszendent Wassermann, Uranus und Pluto in Konjunktion – die Sprengung des Modells; Mond im Wassermann, vergleichbar mit Mond Konjunktion Uranus: Die Befreiung vom mütterlichen Modell auf Kosten seines Lebens. Zur Zeit des Attentats war in seinem Radix die Sonne in Haus 8 aktiviert.

 
Attentat JFK
  

 

 

John F. Kennedy jr.:

 

John F. Kennedy Jr



Als bisher letztes Opfer im Kennedy-Clan starb bei einem Flugzeugabsturz im
Juli dieses Jahres im Alter von 38.64 Jahren John F. Kennedy jr., der Sohn des ehemaligen Präsidenten der USA. Geht man im 7-Jahres-Rhythmus durch sein Horoskop, so wird zu dieser Zeit der Mond angetroffen. Die Phase wird
beherrscht vom Wassermann mit Uranus im 12. Haus, der zusätzlich noch
eine Opposition zum Mond aufweist. Auch hier wieder, wie bei seinem Vater und seinen beiden Onkeln: Mond-Uranus eine seelische Befreiung war gefordert, die Befreiung vom Pluto.

 
JFK_jr


 

Statt sich inhaltlich aus den familiären Verstrickungen zu lösen, suchte
er seine Unabhängigkeit im realen Fliegen, als Flucht. So wie viele es vorziehen,
in der Tiefsee zu tauchen, statt in ihrem eigenen Unbewussten zu schauen, was
dort verborgen liegt. Dies sind unbewusste, neurotische Zwänge, in denen das Eigentliche symbolisch ausagiert und gleichzeitig vermieden wird.

 
Das Horoskop des Absturzes

hat Aszendent Wassermann wie das Todeshoroskop seines Vaters; Uranus in
Haus 12, Pluto am MC. Pluto und Uranus sind also dominant.

Das Horoskop als Bild spricht für sich: Ein Vogel fliegt nach Osten und stürzt
ins Nicht-Greifbare – ins 12. Haus; durch die im 1. Haus eingeschlossenen Fische
ist es ein konkretes Meer, ebenfalls der Nebel/Dunst, der die Orientierung
behinderte.

 
Absturz_JFK_jr.1


 

Auch im Absturzhoroskop ist er von der rhythmischen Auslösung her als der
Mond gekennzeichnet, der im Uhrzeigersinn John jr.´s Alter entsprechend angetroffen wird.

Pluto hat ein Quadrat zur Venus – Befreiung von der Sippe: Er war unterwegs
zu einer Hochzeit.

Pluto löst sich an der Stelle, an der Neptun steht: im 12. Haus, im Ozean, in
den hinein er abstürzte, drei Tage verschollen war, bis er, zu Asche pulverisiert, endgültig ins Meer gestreut wurde und er endgültig verschollen war. Die seltsame rationale Begründung war, ihm einen Personenkult zu ersparen.

 

Anmerkungen:

Die angewandten Prinzipien entstammen der Münchener Rhythmenlehre,
Wolfgang Döbereiner; die Zitate der rororo Monographie „John F. Kennedy“;
die Angaben zur griechischen Mythologie: Karl Kerényi: „Mythologie der
Griechen, BD. 1“ sowie dem dtv „Lexikon der antiken Mythen und Gestalten“.

 

Veröffentlichung einer gekürzten Fassung in der astrologischen Zeitschrift
MerCur Nr. 5/1999

 

Copyright Rolf Hartmut Gleichmann, August 1999

 
                                    
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